FAQ

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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU VERSICHERUNGEN

FAQs zu Grund- und Zusatzversicherung

Was ist eine Franchise?

Die Franchise ist ein Teil der Kostenbeteiligung, die Versicherte bei Medikamenten und ärztlich erbrachten Leistungen zu tragen haben. Der zweite Teil dieser Kostenbeteiligung ist der Selbstbehalt von 10 Prozent. Bei Leistungsbezug muss die Franchise pro Kalenderjahr nur einmal bezahlt werden – der Mindestbetrag für Erwachsene liegt bei 300 Franken und für Kinder bei 0 Franken. Ein Wechsel der Franchise (Erhöhung und Senkung) ist zum Beginn eines neuen Kalenderjahres möglich. Vor allem mit dem Wechsel zu einer höheren Franchise können Versicherte bei den Prämien sparen. Der Antrag auf eine höhere Franchise muss der Krankenkasse bis zum 31. Dezember schriftlich vorliegen. Bei einer gewünschten Senkung der Franchise verlangen die Krankenkassen den Antrag bis zum 30. November. Übrigens: Beim unterjährigen Wechsel der Krankenkasse wird die in diesem Jahr bereits bezahlte Franchise ebenso wie der gezahlte Selbstbehalt angerechnet.

Ist ein/e Kündigung/Wechsel der Krankenkasse immer sinnvoll?

Nicht immer macht die Kündigung der Krankenversicherung Sinn. Wenn Sie bei den Prämien sparen wollen, können Sie beispielsweise ein Sparmodell wählen oder die Franchise erhöhen. Nicht immer ist die neue Krankenkasse auch günstiger. Besondere Vorsicht ist bei einer Zusatzversicherung geboten. Wenn Sie einen günstigeren Tarif oder ein Produkt finden, dass mehr Leistungen zum gleichen oder besseren Preis bietet, sollten Sie definitiv über eine Kündigung der aktuellen Zusatzversicherung nachdenken. Allerdings müssen Sie sich bewusst sein, dass hier erneut ein Gesundheitsfragebogen auszufüllen ist. Hat sich Ihre gesundheitliche Situation verschlechtert, könnte die neue Krankenkasse Sie bei der Zusatzversicherung ablehnen.

Wo ist man als Grenzgänger/in versichert?

Als Grenzgänger/in bezeichnet man Personen, die in der Schweiz (für eine Schweizer Firma) arbeiten, aber in einem Nachbarstaat ihren festen Wohnsitz haben. Gemäß des Territorialprinzips sind Sie immer dort versichert, wo Sie Ihre Haupteinnahmen als Selbstständige/r oder Arbeitnehmer/in erwirtschaften. Als Grenzgänger/in ist dies die Schweiz. Hier besteht also eine Pflicht zur obligatorischen Grundversicherung. Als Grenzgänger/in aus Deutschland, Italien oder Österreich besitzen Sie Wahlfreiheit, in welchem Land Sie versichert sein möchten.

Brauche ich immer eine Zusatzversicherung für Auslandsreisen?

Eine Zusatzversicherung für Auslandsreisen ist nicht immer notwendig, aber in sehr vielen Fällen sinnvoll. Planen Sie einen vorübergehenden Aufenthalt (Urlaub, Sprachreise, Studentenaustausch) in einem EU-/EFTA-Staat, übernimmt die Schweizer Grundversicherung alle medizinisch relevanten Leistungen sowie die Kosten für wichtige Medikamente. Legen Sie hier immer die Europäische Krankenversicherungskarte vor, die sich auf der Rückseite Ihrer Schweizer Krankenkassenkarte befindet.

In einem Nicht-EU-/EFTA-Staat wie den USA werden Kosten nur in Notfällen übernommen, bei denen ein Rücktransport ins Ausland aus medizinischen Gründen unmöglich ist. Außerdem dürfen die Kosten nicht mehr als doppelt so hoch ausfallen wie für eine gleiche Behandlung in der Schweiz. Bei sehr hohen Kosten für medizinische Leistungen in den USA ist der Maximalbetrag schnell erreicht. Hier ist eine Zusatzversicherung in jedem Fall zu empfehlen.

Fester Wohnsitz im Ausland: Was ist zu beachten?

Bei einem festen Wohnsitz im Ausland, ist vor allem relevant, wo Sie (die höchsten) Einkünfte als Selbstständige/r oder Angestellte/r erwirtschaften. Grundsätzlich sind sie dort versicherungspflichtig, wo Sie ein Gehalt oder eine Rente beziehen. Ist dies die Schweiz, müssen Sie dort versichert bleiben. Sind Sie in Ihren neuen Wohnland erwerbstätig, besteht gegebenenfalls dort eine Versicherungspflicht. Dabei ist unerheblich, ob es sich um einen EU-/EFTA-Staat oder ein Land außerhalb der EU-/EFTA-Grenzen handelt. Lediglich als Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich besitzen Sie Wahlfreiheit, in welchem Land sie eine Krankenversicherung abschließen (oder beibehalten) möchten.

Massage & Physiotherapie: Was zahlt die Krankenkasse?

Wird vom Hausarzt eine Physiotherapie angeordnet, werden anerkannte Massagen und physiotherapeutische Behandlungen von der Grundversicherung übernommen. Haben Sie eine Zusatzversicherung für Physiotherapie, die etwaige Leistungen abdeckt, sparen Sie sich die Anrechnung der Franchise sowie die Überweisung vom Hausarzt, sofern der Therapeut von Ihrer Versicherung anerkannt wird.

Sind Kinder & Jugendliche günstiger versichert als Erwachsene?

Die Prämien für Kinder unterscheiden sich in der Grundversicherung stark. Günstiger als die Prämien für Erwachsene sind diese in jedem Fall. Die Krankenkassen sind per Gesetz dazu verpflichtet, Kinder günstiger zu versichern.  Diese Pflicht erlischt, sobald ein Kind das 18. Lebensjahr erreicht hat. Allerdings gewähren die Krankenversicherungen oft noch bis zum 25. Lebensjahr Rabatte auf die Standard-Tarife oder haben spezielle Tarife für Studenten oder Auszubildende im Angebot.

Darf ich die Krankenkasse für mein Kind frei wählen?

Ja! In der Schweiz herrscht absolute Wahlfreiheit bei der Krankenkasse. Jede Versicherung muss Ihr Kind aufnehmen. Das gilt nicht nur für die obligatorische Grundversicherung, sondern auch für optionale Zusatzversicherungen. Da hier der Gesundheitstest entfällt, lohnt es sich, Zusatztarife für Kinder abzuschließen.

Bis wann muss ich mein Kind bei der Krankenkasse anmelden?

Optimalerweise melden Sie Ihr Kind noch während der Schwangerschaft bei einer Krankenkasse an. Nach der Geburt haben Sie aber noch bis zu drei Monaten Zeit. Versicherungsbeginn ist in jedem Fall (rückwirkend) der Tag der Geburt.

Gibt es in der Schweiz eine Familien-Krankenversicherung?

Eine spezielle Familienversicherung gibt es bei den Schweizer Krankenkassen nicht. Jede einzelne Person ist verpflichtet, selbst eine Grundversicherung abzuschließen. Bei den Zusatzversicherungen gewähren die Versicherer hingegen oft Rabatte für Ehepartner/innen. Kinder sind ebenfalls eigenständig ab ihrer Geburt versichert. Hier haben die Eltern Wahlfreiheit, welche Versicherung man für die eigenen Kinder auswählt. Bis zum 18. Lebensjahr gewähren die Krankenversicherung per Gesetz Rabatt auf die normalen Prämien für Erwachsene. Zwischen 18 und 25 Jahren sind Rabatte optional.

Was ist das Telmed-Modell?

Bei der Wahl des Telmed-Modells wendet sich der Versicherte zuerst an eine telefonische Beratungsstelle. Medizinisches Fachpersonal erteilt dann Auskunft zum vorliegenenden Problem und leitet den Versicherten bei Bedarf zum richtigen Spital, Arzt oder Therapeuten weiter. Da so immense Kosten eingespart werden können, bekommen Versicherte beim Abschluss dieses Modells bis zu 20 % Rabatt auf die Krankenkassenprämie im Vergleich zum Standard-Modell der Grundversicherung. Je nach Versicherung wird das Modell unter verschiedenen Bezeichnungen vertrieben.

Welche Versicherungszweige gibt es?

Grundlegend unterscheidet man in der Schweiz zwischen folgenden Versicherungszweigen:

Während die Basis-Grundversicherung für alle Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch ist, können ambulante und stationäre Zusatzversicherungen auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden.

Wie kündigt man die Krankenkasse im Todesfall?

Im Todesfall erlischt die Krankenversicherung. Eine Kündigungsfrist besteht nicht. Über den Todeszeitpunkt hinaus gezahlte Prämien müssen von den Krankenkassen außerdem anteilig erstattet werden.

Muss man die Schweizer Krankenkasse bei Umzug ins Ausland kündigen?

Die obligatorische Krankenversicherung besteht in der Regel in dem Land, in dem Sie als Angestellte/r oder Selbstständige/r erwerbstätig sind. Verdienen Sie Ihr Geld in der Schweiz (oder bekommen von dort eine Rente), dann müssen Sie sich in der Schweiz obligatorisch über eine Krankenkasse versichern. Bei einem Umzug nach Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich besteht Wahlfreiheit, wenn Sie Ihr Geld weiterhin in der Schweiz verdienen (Grenzgänger). Hier können Sie sich entscheiden, ob Sie Ihre Krankenversicherung in der Schweiz oder in einem der vier anderen Staaten abschließen möchten.

Gehen Sie in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit (mehr) nach und ziehen komplett ins Ausland, müssen Sie vor Ort eine Krankenversicherung abschließen und die Versicherung in der Schweiz kündigen.

Was bedeutet “Hotellerie-Modell”?

Beim Hotellerie-Modell hat der Versicherte Anspruch auf Ein- oder Zweibettzimmer im Spital. Eine freie Arztwahl besteht nicht. Die Spitalwahl kann außerdem (je nach Versicherer) auf eine kasseneigene Liste beschränkt sein, wodurch Prämienrabatte gewährt werden können.

Was ist das “Flex-Modell”?

Beim Flex-Model wird die Spitalabteilung erst beim Spitaleintritt gewählt. Die volle Kostendeckung besteht für die allgemeine Abteilung ganze Schweiz. Bei der halbprivaten oder privaten Beteiligung sind die Kosten im Rahmen des im individuellen Tarif festgelegten Umfangs gedeckt.

Was ist die “private Abteilung”?
Was bedeutet “halbprivate Abteilung”?
Worauf sollte man beim Abschluss einer Spitalversicherung achten?
Wann ist eine Spitalversicherung sinnvoll?

Eine Spital-Zusatzversicherung empfiehlt sich immer dann, wenn Sie von zusätzlichen Leistungen bei einem Spitalaufenthalt profitieren wollen. Je nach Modell reichen die Leistungen von Ein- oder Zweibettzimmer-Anspruch bis zur freie Arztwahl und der Behandlung durch den Chefarzt. Ferner kann Sie eine Spitalversicherung vor etwaigen Beteiligungskosten schützen, die Ihnen bei einer Behandlung in einem anderen Kanton entstehen können.

Was ist das Hausarzt-Modell?

Beim Hausarzt-Modell verzichtet der Versicherte auf die Möglichkeit der freien Arztwahl. Außer bei Notfällen, Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt und der jährlichen gynäkologische Vorsorgeuntersuchung muss in jedem Krankheitsfall zuerst der Hausarzt aufgesucht werden. Der Hausarzt kann außerdem von der Krankenversicherung festgelegt werden. Weil bei diesem Modell eine Kosteneinsparung erwartet wird, gewähren die Krankenkassen bis zu 20 % Rabatt auf die Prämien des Standard-Modells.

Was ist das HMO-Modell?

Abgesehen von Notfällen, der jährlichen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung sowie Kontrollen beim Augenarzt verpflichtet sich der Versicherte beim HMO-Modell, im Krankheitsfall zuerst eine HMO Praxis aufzusuchen. Die Abkürzung HMO steht für Health Maintenance Organization (Gesundheitserhaltungsorganisation). Durch diese eingeschränkte Wahlfreiheit gewähren die Versicherer bis zu 25 % Rabatt auf die Prämien der Standard-Grundversicherung.

Ist die günstigste Krankenkasse auch die beste?

In der Grundversicherung sind die Leistungen per Gesetz identisch. Wählen Sie also immer den günstigen Tarif. Tipp: Mit einer hohen Franchise können Sie die Prämien senken. Auch bei Wahl eines Hausarzt-, HMO-, oder Telmed-Modells gibt es Rabatte auf die Prämien der Standard-Versicherung. Bei Zusatzversicherungen sind die Unterschiede größer. Zwar können Sie mit einem Vergleich Geld sparen, doch wenn Ihnen gewisse Leistungen wichtig sind, schlagen sich diese naturgemäß auf die Prämie aus.  Tipp: Sparen Sie hier nicht am falschen Ende.

Was muss ich bei der Kündigung der Krankenkasse beachten?

Haben Sie mit einem Vergleich eine günstige Krankenversicherung gefunden, können Sie Ihrer Krankenkasse jährlich kündigen. Achten Sie auf Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat und kündigen Sie immer schriftlich. Ein Wechsel der Grundversicherung ist standardmäßig zum Jahresende möglich. Weist der Tarif eine CHF 300.- Franchise vor und besteht freie Arztwahl, kann die Kündigung auch zum 1. Juli mit einer Frist von drei Monaten erfolgen.

Welche Zusatzversicherung brauche ich?

Welche Zusatzversicherung Sie optional abschließen sollten, hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Legen Sie Wert auf eine Behandlung durch alternative Heilmethoden, wird eine Zusatzversicherung für Alternativmedizin relevant. Sind Sie viel auf Reisen, können Sie mit einer Zusatzversicherung für Auslandsaufenthalte attraktive Leistungen hinzugewinnen, die von der Grundversicherung nicht übernommen werden. Weitere Zusatzversicherungen gibt es für spezielle Zahnbehandlungen, Brillen und Kontaktlinsen, Physiotherapie, Hauskrankenpflege und Psychotherapie.

Worauf muss ich bei der Zusatzversicherung achten?

Jede Krankenkasse bietet eine Vielzahl von Zusatzversicherungen zu ganz unterschiedlichen Konditionen an. Beim Abschluss einer Zusatzversicherung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine versteckten Kosten enthalten sind – die sogenannte doppelte Franchise. Diese würde in bestimmten Fällen zu erhöhten Zusatzkosten führen. Daher gilt es, die doppelte Franchise unbedingt zu vermeiden.

Genauso unterschiedlich wie die Höhe des Beitrages fällt das Leistungsangebot bei den unterschiedlichen Krankenkassen aus. Werden die Leistungen von der Zusatzversicherung begrenzt oder sind einmalige Leistungen im Tarif enthalten, hat dies klare Nachteile für Sie. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Ihre Zusatzversicherung nur unbegrenzte Leistungen erhält.

Muss man die Schwangerschaft der Krankenkasse melden?
Kann man die Krankenkasse trotz Schulden wechseln?

Haben Sie noch unbezahlte Prämien bei Ihrer jetzigen Krankenkasse offen, können Sie die Versicherung nicht kündigen und damit auch nicht zu einer neuen Krankenkasse wechseln. Erst sobald alle Schulden beglichen sind, lässt sich der aktuelle Vertrag fristgerecht kündigen und durch einen möglicherweise günstigeren Tarif  bei einem neuen Versicherer ersetzen.

Wann kann man die Grundversicherung wechseln?

Der Wechsel der Grundversicherung ist in der Regel zum Ende des Kalenderjahres möglich. Wichtig ist, dass Sie die Kündigungsfrist von einem Monat einhalten. In speziellen Fällen (Standard-Tarif mit Franchise von CHF 300,- und freie Arztwahl) kann die Grundversicherung auch zum 1. Juli gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate.

Wann kann man die Zusatzversicherung kündigen / wechseln?

Ein Wechsel der Zusatzversicherung ist erst nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit möglich. Achten Sie außerdem auf die Kündigungsfrist (meist 3 oder 6 Monate bei Zusatzversicherungen). Sollte der Versicherer die Prämien erhöhen, sind auch kurzfristige Kündigungen möglich. Beachten Sie hierfür die jeweiligen Vertragsbedingungen Ihrer Zusatzversicherung.

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