Die kalte Jahreszeit hat Vorteile aber auch Nachteile. Für viele ist der Sommer die schönste Jahreszeit und der Winter eine Qual. Jedoch nicht nur die Kälte, sondern auch einige Erkrankungen stehen mit dem Wintereinbruch vor der Tür. Viele Krankheiten können durch die Kälte verschlimmert oder erst ausgelöst werden.

Winterkrankheit Asthma

Im Winter sind die Atemwege anfälliger, da die kalte Luft die Lungen und die Bronchien reizt. Gerade Asthmatiker reagieren sehr schnell auf die Kälte. Asthma ist eine chronische und entzündliche Erkrankung der Atemwege, welche eine dauerhaft bestehende Überempfindlichkeit zur Folge hat.

Sie sollten jedoch als Asthmatiker keines Falls auf Sport im Freien oder auf Spaziergänge verzichten. Achten Sie auf Ihre Atmung und atmen Sie durch die Nase. Hierdurch wird die Luft erwärmt und führt somit zu weniger Problemen.

Sprechen Sie zuvor jedoch mit Ihrem Arzt über Ihr Sportpensum und reduzieren Sie Ihr Pensum.

Vorsicht bei Arthrose im Winter

Arthrose ist Ihnen als Gelenkverschleiß sicherlich besser bekannt. Diese Erkrankung ist im Herbst und im Winter besonders schmerzhaft. Die Muskeln und Gefäße ziehen sich während der kalten Jahreszeit zusammen und üben so verstärkt Druck auf die Gelenke aus.

Bleiben Sie jedoch im Winter nicht nur zu Hause, sondern gehen Sie trotzdem an die frische Luft. Bewegen Sie sich aus Angst, dass die Schmerzen sich verschlimmern weniger, so verschlimmert dies die ganze Situation.

Nicht nur die regelmäßige Bewegung, sondern auch die Aufnahme von viel Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung, haben positive Wirkung auf die Arthrose.

Vorsicht bei Arthrose im Winter

Sie kennen es sicherlich und haben die Schmerzen beim Wasserlassen und den häufigen Harndrang bereits miterlebt. Besonders Frauen tendieren bei kalten Temperaturen zu einer Infektion der Harnwege. Ist der Unterleib, durch längeres Sitzen auf einer kalten Fläche unterkühlt, kann eine Blasenentzündung entstehen.

Auch die Aufnahme von genügend Flüssigkeit ist gerade im Winter sehr wichtig, da der Körper die Temperaturschwankungen von außen und innen verarbeiten muss.

Wird eine richtige Infektion der Harnwege durch den Arzt festgestellt, verschreibt er Ihnen ein Antibiotikum. Eine leichte Reizung können Sie durch das Trinken von Blasentee (z.B. aus der Apotheke) und viel Wärme, gut in den Griff bekommen.

Neurodermitis – Wenn die Haut im Winter gereizt wird

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine häufige, chronische und entzündliche Hauterkrankung, welche allerdings nicht ansteckend ist. Diese äußert sich durch sichtbare Hautveränderungen und starken Juckreiz, welche meist in Schüben auftreten.

Unsere Talgdrüsen in der Haut hören ab etwa fünf Grad auf, Fett zu produzieren. Dies hat eine trockene und rissige Haut zur Folge.

Leiden Sie also unter Neurodermitis, müssen Sie im Winter mit einer Verstärkung der Symptome rechnen.

Hier ist das Wichtigste, das Eincremen. Fettreiche Cremes schützen Ihre Haut im Winter vor den Einflüssen und lindern den Juckreiz und andere Beschwerden. Sollten jedoch Ekzeme zu sehen sein, suchen Sie Ihren Hautarzt auf.

Vorsicht vor Verspannungsschmerzen im Winter

Typisch für die kalte Jahreszeit sind Verspannungsschmerzen durch eine falsche Körperhaltung. Wenn Sie frieren, ziehen Sie Ihre Schultern zusammen und wölben leicht Ihren Rücken. Desto häufiger Sie diese Haltung einnehmen, desto eher reagieren Ihre Muskeln.

Ziehen Sie sich also warm an und nehmen Sie zur Entspannung der Muskeln ein heißes Bad, um Abhilfe zu verschaffen.

Achtung bei fallenden Temperaturen! Kälte-Allergie im Anmarsch

Es mag für Sie wie ein Scherz klingen, aber es gibt Menschen, die allergisch auf Kälte reagieren. In diesen Fällen bilden sich vereinzelte Stellen mit einem roten, juckenden Ausschlag auf der Haut. Wieso der Körper so reagiert, ist bislang noch nicht bekannt.

Die Allergie kann jedoch lebensgefährlich sein, da der Körper im schlimmsten Fall mit einer Histamin-Flut reagiert, welche das Herz-Kreislaufsystem schockt.

Sollten Sie unter eine Kälte-Allergie leiden, sollten eine Allergiesalbe, Handschuhe, Mütze und ein Schal, Ihr ständiger Begleiter im Winter sein. Ebenso ist es zu empfehlen, dass Sie eher das Auto nutzen, anstatt zu Fuß zu gehen.

Auch das Herz leidet im Winter

Sollten Sie unter Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System leiden, müssen Sie während der kalten Jahreszeit besonders vorsichtig sein.

Die kalten Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Gefäße in der Haut, jedoch auch im Herzen, zusammenziehen. Damit das Herz dennoch Blut pumpen kann, muss es besonders viel arbeiten.

Diese starke Beanspruchung kann bei Menschen mit Vorbelastung zu gesundheitlichen Problemen führen. Verspüren Sie einen verstärkten Druck in der Brust, lassen Sie sich sofort durch Ihren Arzt abklären.

Kopfschmerzen und Migräne verstärkt bei kaltem Wetter

Sie kennen es sicherlich, es ist kalt draußen und Sie bekommen einen fürchterlichen Druck im Kopf. Das entsteht dadurch, dass die kalte Luft über die Stirn und Kopfhaut fährt und sich so die Gefäße zusammenziehen und somit den Gesichtsmuskel reizen.

Hier helfen eine sanfte Massage der Kopfhaut und Wärme. Grundsätzlich sollten Sie, wenn Sie oft unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, im Winter immer eine Mütze tragen.

Grippe – Die typische Erkrankung im Winter

Tatsächlich erkranken Sie im Winter nicht durch die Kälte an eine Grippe, sondern durch die Grippeviren, welche sich bei kaltem Wetter besonders wohl fühlen.

Plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost, sind die ersten Anzeichen, dass die Grippe Sie erwischt hat. Einmal können Sie sich gegen die Grippe impfen lassen, doch da stellt sich oft die Frage „Grippeimpfung: ja oder nein?„. 

Bereiten Sie sich und Ihren Körper auf die kalte Jahreszeit vor und stärken Sie Ihr Immunsystem. Viel Vitamine, frische Luft und ausreichend Schlaf, macht Sie fit für den Winter.

Magen-Darm-Infekte machen auch in der kalten Jahreszeit nicht halt

Auch hier ist der grundlegende Auslöser nicht die kalte Jahreszeit, welche Sie mit einer Magen-Darm-Grippe „bestraft“, sondern die Wohlfühltemperatur der Viren.

Wie auch bei der Grippe fühlen sich die Viren in dieser Jahreszeit besonders wohl und tümmeln sich nahe zu überall. Schützen Sie Ihren Körper immer mit viel frischer Luft und ausreichend Flüssigkeit uns Ruhe.

So können Sie die Viren zwar nicht gesichert von sich fern halten, jedoch stärken Sie so Ihr Immunsystem. Sollten Sie an einem Magen-Darm-Infekt erkranken ist auch hier viel Flüssigkeit das A und O, damit Ihr Körper Sie wie gewohnt weiter versorgen kann.