Gut geschützt durch die Welt: Die wichtigsten Impfungen für Fernreisen

//Gut geschützt durch die Welt: Die wichtigsten Impfungen für Fernreisen

Wer gut abgesichert ins ferne Ausland reisen will, sollte sich nicht nur um eine entsprechende Auslandsreiseversicherung bemühen, sondern sich auch mit den wichtigsten Impfungen für Fernreisen vor gesundheitlichen Bedrohungen in fremden Ländern schützen. Wir verraten Ihnen, welche Impfungen Sie wann brauchen.

Vorab bestehenden Impfschutz auffrischen

Falls der bestehende Impfschutz gegen Krankheiten wie Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie nicht mehr ausreichend ist, sollten Sie diesen gegebenenfalls auffrischen lassen. Vor allem in afrikanischen, südamerikanischen sowie manchen asiatischen Staaten besteht für diese Erkrankungen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Typhus

Ein überdurchschnittlich hohes Risiko für Typhus besteht in Südostasien, Afrika sowie in Latein- und Südamerika. Übertragen wird die lebensgefährliche Krankheit vor allem durch Salmonellen in nicht durchgegarten Nahrungsmittel sowie durch kontaminiertes Trinkwasser.  Die Schluckimpfung gegen Typhus ist unkompliziert und muss mindestens zehn Tage vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Neben der Schluckimpfung gibt es auch eine Injektionsimpfung gegen Typhus.

Hepatitis A und B

Die Immunisierung gegen Hepatitis A und B zählt zu den wichtigsten Impfungen bei Fernreisen. Ebenso wie Typhus kann man sich über das Trinkwasser und über Lebensmittel mit Hepatitis-A-Erregern infizieren. Besonders häufig verstecken sich die Krankheitserreger in Meeresfrüchten und Gemüse. Idealerweise lassen Sie sich spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt gegen Hepatitis A impfen. Hepatitis B wird vorrangig durch Geschlechtsverkehr, über Blut sowie über andere Körperflüssigkeiten übertragen. Um Spätfolgen der häufig schwer verlaufenden Erkrankung (z. B. Leberkrebs oder Leberzirrhose) vorzubeugen, sollten Sie sich spätestens fünf Wochen vor Beginn der Fernreise gegen Hepatitis B impfen lassen.

Tollwut

Planen Sie einen längeren Aufenthalt in ländlichen Regionen, sollten Sie über eine Tollwutimpfung nachdenken. Vor allem in Gebieten mit streunenden Hunden oder anderen freilaufenden Tieren besteht das Risiko, sich über Kratzer und Bisse eine Virusinfektion einzufangen, die zur akuten Gehirnentzündung führt. Es wird empfohlen, spätestens fünf Wochen vor Beginn der Reise mit der ersten der drei Teilimpfungen (erfolgen im Abstand von 1 bis 2 Wochen) zu starten.

Japanische Enzephalitis

Sollten Sie eine Reise mit längerem Aufenthalt in Ost- oder Südostasien planen, empfehlen die Behörden eine Impfung gegen die Japanische Enzephalitis. Die Viruserkrankung wird von Mücken übertragen und kann zu einer akuten Hirnhautentzündung führen. Um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten, muss zweimal im Abstand von 28 Tagen geimpft werden. Konsultieren Sie Ihren Hausarzt also frühzeitig.

Gelbfieber

Bei einem längeren Aufenthalt in afrikanischen Länder südlich der Sahara sowie südamerikanische Staaten ist die Gelbfieberimpfung eine der wichtigsten Impfungen überhaupt. Teilweise ist ein bestehender Gelbfieber-Impfschutz sogar Voraussetzung für die Einreise in einen Staat. Ebenso wie die Japanische Enzephalitis wird auch Gelbfieber über Mückenstiche übertragen – die Sterblichkeitsrate liegt bei 40 Prozent. Durchgeführt werden sollte die Impfung spätestens 10 Tage vor Reisebeginn.

Cholera

Die durch Bakterien ausgelöste Darmerkrankung Cholera kann einen tödlichen Verlauf nehmen und ist daher nicht zu unterschätzen. Vor allem Fäkalien sowie Meer- und Flusswasser sind häufig mit Cholera-Erregern belastet. So kann auch der Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten aus kontaminierten Gewässern zu einer Infektion führen. Angeraten ist die Impfung gegen Cholera deshalb bei Reisen in wenig entwickelte Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas. Eine spätestens eine Woche vor Reiseantritt durchgeführte Impfung bietet einen wirksamen Schutz, wird jedoch nicht uneingeschränkt empfohlen. Hintergrund: Von der Cholera sind meist nur Einheimische betroffen, die in sehr einfachen Verhältnissen leben – bei Touristen ist die Krankheit äußerst selten. Weil Impfungen auch Nebenwirkungen haben können, sollte man Risiko und Nutzen gemeinsam mit dem Hausarzt abwägen.

Mögliche Nebenwirkungen von Impfungen für Fernreisen

Nebenwirkungen sind zwar selten, aber nicht ausgeschlossen. Besonders bei der Gelbfieberimpfung ist Vorsicht geboten, da hier mit einem sogenannten Lebendimpfstoff immunisiert wird. Dabei handelt es sich um abgeschwächte Viren, die noch nicht vollkommen abgetötet sind. Sofern Sie dauerhaft Medikamente gegen Rheuma oder eine chronische Darmerkrankung einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob eine Gelbfieberimpfung für Sie infrage kommt oder nicht. Ebenso ist bei HIV-Patienten, Schwangeren und Personen mit Eiweißallergie besondere Vorsicht geboten. Zählen Sie nicht zur Risikogruppe, liegt das Risiko für leichte Nebenwirkungen (leichtes und vorübergehendes Fieber) bei gerade einmal 5 bis 10 Prozent. Häufigere Nebenwirkungen sind harmlose Schwellungen oder Rötungen an der Einstichstelle. Auch Abgeschlagenheit sowie Beschwerden, die an einen Muskelkater erinnern, werden in seltenen Fällen berichtet.

Was zahlt die Krankenkasse?

Reine Reiseschutzimpfungen wie solche gegen Gelbfieber, Tollwut oder die Japanische Enzephalitis werden von der obligatorischen Grundversicherung NICHT bezahlt. Für die Gelbfieberimpfung werden rund 40 Franken fällt, knapp 70 Franken zahlen Sie für die Tollwutimpfung. Mit 125 Franken ist die Impfung gegen die Japanische Enzephalitis die teuerste. Eine Zusatzversicherung für Auslandsaufenthalte übernimmt nicht nur die Kosten für die vorbeugende Impfung, sondern sichert Sie auch bei Notfällen / Unfällen / Behandlungen im Ausland umfassend ab.

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TIPP: Gegen Malaria gibt es leider keine vorbeugende Schutzimpfung. Um sich in Ländern wie Tansania und Kenia zu schützen, sollten Sie regelmäßig (täglich) Malariatabletten einnehmen. Gleiches gilt für das Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und Zika-Virus. Ihr Hausarzt kann Sie an dieser Stelle umfassend beraten!

11 Mrz, 2019|Gesundheit|
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