Grundversicherung: die Modelle im Vergleich

Sinnvoll und obligatorisch: Um die Grundversicherung kommen in der Schweiz wohnhafte Personen nicht herum. Dennoch geniessen Versicherte eine gewisse Wahlfreiheit. So lässt sich nicht nur die Franchise individuell festlegen – auch bei der Wahl des Versicherungsmodells sind Schweizerinnen und Schweizer sowie Zugezogene frei.

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Standard-Grundversicherung: freie Arztwahl und teuer

Im Rahmen der Standard-Grundversicherung können Versicherte den Arzt frei wählen, also beispielsweise direkt zu einem Spezialisten gehen. Allerdings sind die Prämien in diesem Versicherungsmodell deutlich höher als in den alternativen Modellen. Das begründen die Versicherungen vor allem damit, dass durch die freie Arztwahl teils unnötige Termine gemacht werden, die zu erhöhten Kosten führen. 

Vorteile: 

✔ freie Arztwahl

✔ keine Überweisung notwendig

Nachteile: 

✘ hohe Prämien

✘ keine koordinierte Erstberatung

Telmed-Modell: telefonische Erstberatung

Wer sich für das Telmed-Modell und damit für bis zu 15 % Rabatt im Vergleich zu den Prämien des Standard-Modells entscheidet, muss sich im Krankheitsfall zuerst an eine telefonische Beratungsstelle wenden. Tut man dies nicht, werden die Behandlungskosten nicht übernommen. Zudem wird die Versicherung dann einen Wechsel ins Standard-Modell androhen. Übrigens: Die Telmed-Hotlines der Versicherungen finden Sie in unserem Krankenkassenverzeichnis

Vorteile: 

✔ bis zu 15 % Rabatt

✔ keine Wartezeiten in Arztpraxis

✔ kompetente Erstberatung

Nachteile: 

✘ Telmed-Arzt als Erstkontakt

✘ keine Kostenübernahme bei Nichtgebrauch der Telmed-Leistung

✘ Kostenübernahme bei nicht abgestimmten Behandlungen nur 50 %

Hausarzt-Modell: eindeutiger Ansprechpartner

Auf die freie Arztwahl muss man beim Hausarzt-Modell verzichten. Hier ist der Allgemeinmediziner stets erster Ansprechpartner. Dieser kann übrigens von der Versicherung festgelegt werden. Ausgenommen sind Notfälle, Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sowie die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung. Das Sparpotential im Vergleich zum Standard-Modell beträgt rund 20 %.

Vorteile: 

✔ bis zu 20 % Rabatt

✔ eindeutiger Ansprechpartner

✔ koordinierte Behandlung

Nachteile: 

✘ keine freie Arztwahl

✘ Hausarzt kann von Versicherung bestimmt werden

✘ längere Wartezeiten

HMO-Modell: HMO-Praxis als Anlaufstelle

Genau wie beim Hausarzt-Modell, gibt es beim HMO-Modell eine klar definierte erste Anlaufstelle. In diesem Fall ist es eine Praxis der Health Maintenance Organization (Gesundheitserhaltungsorganisation). Solche Praxen sind meist Gruppenpraxen, in denen gleich mehrere Spezialisten arbeiten. Die Prämien liegen bei gleichem Leistungsumfang etwa 25 % unter denen der Standard-Grundversicherung. Damit bietet das HMO-Modell das grösste Einsparpotential

Vorteile: 

✔ bis zu 25 % Rabatt

✔ mehrere Fachärzte unter einem Dach

✔ koordinierte Behandlung

Nachteile: 

✘ keine freie Arztwahl

✘ Überweisung zu Spezialisten notwendig

✘ begrenzte Auswahl an Spezialisten

Versicherungsmodell für Grenzgänger

Sie arbeiten in der Schweiz, haben Ihren Hauptwohnsitz jedoch in einem Nachbarland wie Deutschland? Dann haben Sie ein sogenanntes Optionsrecht und somit die Möglichkeit, eine besonders günstige Grenzgängerversicherung abzuschliessen. Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall keine Wahlmöglichkeiten bezüglich der oben genannten Modelle und Franchisen haben. Im Grenzgängermodell ist herrscht freie Arztwahl – die Franchise beträgt 300 Franken.

Alle Infos zum Grenzgängermodell

Weitere Modelle

Einige Versicherungen bieten noch weitere Modelle wie das Multimed-Modell an. Dieses verbindet das Telmed- mit dem Hausarzt-Modell – es gibt also zwei Ansprechpartner. An wen man sich wenden möchte, können Versicherte im Krankheitsfall selbst entscheiden.

Darüber hinaus gibt es je nach Versicherung Prämienrabatte, wenn Versicherte sich nur in Spitälern behandeln lassen, die auf der Spitalliste der Krankenkasse aufgeführt sind und / oder Medikamente in einer von der Krankenkasse vorgeschriebenen Apotheke bzw. Apotheken-Gruppe beziehen.

Wieso gibt es in alternativen Modellen Rabatt auf Prämien?

Die Versicherungen sind daran interessiert, die Gesundheitskosten so niedrig wie möglich zu halten. Indirekt wirkt sich dies naturgemäss auch auf die Prämien der Versicherten aus. Durch die telefonische Erstberatung im Rahmen der Telmed-Modelle können die Experten Empfehlungen geben, die teilweise unnötige Kosten für Beratungen und Behandlungen vermeiden.  

In den HMO- und Hausarzt-Modellen gilt zudem das Gatekeeper-Prinzip. Weil HMO- bzw. Hausarzt sämtliche Behandlungen koordinieren und deren Qualität prüfen, kommt es seltener zu unnötigen und nicht zielführenden Behandlungen durch die falschen Fachärzte. Am Ende lohnen sich die alternativen Modelle also für beide Seiten: Versicherung und Versicherte. 

Wechsel des Modells zum 1. Januar möglich

Das Versicherungsmodell der Grundversicherung kann jedes Jahr zum 1. Januar gewechselt werden. Dabei sind die Kündigungsfristen von einem Monat einzuhalten. Die Anfrage muss der Versicherung also spätestens zum 30. November vorliegenGleiches gilt für die Verringerung der Franchise. Lediglich Versicherte im Standardmodell mit Franchise CHF 300.– können Modell oder Franchise zum 1. des nächsten Monats wechselnTipp: Eine Erhöhung der Franchise birgt weiteres Sparpotential und kann auch ohne Kündigungsfrist zum Jahreswechsel vollzogen werden.

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