Einige Spitäler der Hirslanden-Kliniken verursachen in den Augen der Krankenkassen Assura und Helsana zu hohe Kosten. Die beiden Versicherungen haben deshalb verschiedene Spitäler der Hierslanden-Gruppe sowie weitere Kliniken anderer Betreiber von der Liste anerkannter Spitäler gestrichen. Eine entsprechende Mitteilung erhielten kürzlich Versicherte der Zusatzversicherungen Optima und Optima Plus. Darin heißt es:

„Wir weisen Sie darauf hin, dass die folgenden Privatkliniken nicht mehr in der Liste der anerkannten Einrichtungen aufgeführt sind“.

Aufgeführt sind insgesamt zwölf Spitäler in der Schweiz, von denen vier zur Hirslanden-Gruppe zählen: die Genfer Klinik La Colline, die beiden Waadtländer Kliniken Bois-Cerf und Cecil sowie die Zürcher Klinik im Park. Die Helsana streicht zusätzlich die die Klinik Grangettes. Ein entsprechende Mitteilung wurde an Versicherte der Zusatzversicherungen Hospital Privat und Hospital Halbprivat versendet.

Ausschluss ist rechtens

Auf Anfrage von Medinside erklärt Karin Devalte, Mediensprecherin der Assura, dass der Schritt rechtens und notwendig war, um die Prämien der entsprechenden Zusatzversicherungen stabil zu halten. Eine weitere Prämienerhöhung der beiden Zusatzversicherungen wie in den letzten Jahren solle so vermieden werden. Einbußen bedeutet der Schritt der beiden großen Schweizer Krankenversicherer hingegen für die Kliniken. Hirslanden-Sprecher Claude Kaufmann möchte die voraussichtlichen Einbußen für die Kliniken nicht beziffern. Fakt ist: Die meisten Hirslanden-Kliniken sind nicht von den Entscheidungen der Assura und Helsana betroffen. Beide Krankenkassen haben die Spitäler nur in gewissen Kantonen gestrichen.

Die Privatklinikgruppe „Klinik Hirslanden AG“ mit Hauptsitz in Zürich umfasst 18 Kliniken in 11 Schweizer Kantonen. Die Aktiengesellschaft zählt etwa 2303 Belegärzte sowie 10’442 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.