Zwar hat sich der Gewinn der Krankenkasse KPT mit Sitz in Bern im Jahr 2020 halbiert, dennoch bleibt die Versicherung mit 14,7 Millionen Franken in der Gewinnzone.

Weniger Einnahmen bei niedrigeren Kosten

Die Einnahmen und damit der Gewinn der KPT und anderer Krankenkassen ist 2020 rückläufig. Gleichzeitig sind aber auch die Kosten im vergangenen Jahr gesunken. So erstattet beispielsweise die Sympany ihren Versicherten mit Spitalzusatzversicherung insgesamt 23 Millionen Franken aufgrund von weniger durchgeführten Operationen.

Sinkender Versicherungsaufwand im Pandemiejahr

Auch die KPT musste im Jahr 2020 wegen dem zeitweisen Verbot nicht dringender Behandlungen für weniger Behandlungskosten aufkommen als in den Vorjahren.  Dementsprechend werden die Zahlen trotz Pandemie von KPT-Chef Reto Egloff positiv bewertet. Konkret: Der Versicherungsaufwand sank bei der KPT um 1,9 Prozent. Die Prämieneinnahmen lediglich um 1,7 Prozent.

KPT-Chef gegen Reservenabbau

Im Jahresbericht verweist die KPT darauf, dass im Jahr 2020 ausgefallene Behandlungen nicht gänzlich aufgehoben, sondern eventuell nur aufgeschoben sein könnten. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der gesamten Pandemie seien daher noch nicht abschliessend geklärt.

Reserven wären damit unverzichtbar, um die finanzielle Stabilität nicht zu gefährden, findet KPT-Chef Egloff. Demgegenüber steht der Vorstoss des Bundesrats, die Krankenkassen zu einem signifikanten Abbau ihrer Reserven zu drängen.

Egloff hält dieses Vorgehen nicht nur für «verfehlt», sondern bringt zudem ins Spiel, dass seine Versicherung die Prämien in der Grundversicherung für 2021 bereits durchschnittlich leicht gesenkt hat, wodurch die Versicherten vom positiven Ergebnis profitieren würden.